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Nachwuchs Verein

„SICHTBAR“ und unübersehbar

So präsentierten sich Spieler, Eltern und Verantwortliche aus den Nachwuchsabteilungen der Spvgg Bayreuth, des EHC Bayreuth und der JFG Fichtelgebirge am Ehrenhof mitten auf dem Marktplatz, um nun bereits zum drittenmal auf die unerträgliche Trainingssituation im Zuge der Lockdownbeschränkungen aufmerksam zu machen.

Kein Eistraining, kein Fußballtraining – für die meisten Kinder und Jugendlichen fällt der Vereinssport seit November aus. Viele Clubs fürchten eine Flut von Vereinsaustritten, vor allem bei den jüngeren Jahrgängen. Die Verantwortlichen und auch Experten befürchten, dass die Trainingsrückstände kaum mehr aufgeholt werden können und ein gesamter Jahrgang verloren geht.

Die Hoffnung auf Lockerungen und zumindest einen stufenweisen Wiedereinstieg in den Trainingsbetrieb in dieser Woche zerschlugen sich aufgrund der wieder angestiegenen Inzidenzwerte. Dadurch hat sich die Lage nochmals verschärft. Aber ohne Perspektiven wird es immer schwieriger, die Kinder bei der Stange zu halten. Online-Angebote werden zwar immer wichtiger, können aber die Lage nicht nachhaltig ändern.

Dabei hätten sich die Verantwortlichen gewünscht, dass der Sport als ein Teil der Lösung und nicht als ein Teil des Problems gesehen wird. Viele Experten warnen, dass die Folgen von Mangel an Bewegung und sozialer Kontakte die Kinder ihr Leben lang begleiten könnten.

„Lockdown verlängern und verlängern und wieder verlängern, kann doch nicht die Lösung für unsere Jugend sein,“ kritisiert EHC-Vorsitzender Michael Schwellengreber die derzeitige Situation im Nachwuchs. „Wir würden uns endlich nachhaltige Perspektiven wünschen, Konzepte dazu sind genügend vorhanden, werden aber nicht berücksichtigt.“

– msch –