David Holt kehrt zu seinem Heimatverein zurück. Der inzwischen 29-jährige Deutsch-Amerikaner hatte seine Karriere 1996 im Nachwuchs des ESV begonnen und galt als vielversprechendes Talent.

Über einen kurzen Aufenthalt im deutsch-tschechischen Partnerprogramm des EV Weiden kam er nach Rosenheim, wo er in der Schüler Bundesliga, später DNL, sowie für die Bayernauswahl spielte, daraufhin dann auch für die deutsche Nachwuchsnationalmannschaft.

Anschließend wagte er den Schritt über den großen Teich in die USA, wo er zunächst in Columbus studierte und Eishockey spielte, ehe er nach Ontario in Kanada ging. Doch die Aussicht auf eine große Spielerkarriere fand ein jähes Ende, als er sich Anfang 2009 eine schwere Rückenverletzung zuzog. Für die Reha ging er zurück nach Deutschland und hielt sich dann bei den Nürnberg Ice Tigers fit, doch die Folgen der Verletzung warfen ihn immer wieder zurück, so dass er noch in jungen Jahren seine Laufbahn beenden musste.

Die Liebe zum Eishockey hat ihn aber niemals losgelassen, und in den vergangenen Jahren war er regelmäßiger Zuschauer unserer Bayreuther Jungs in der Bezirks- und Landesliga, von denen er viele noch aus seiner Nachwuchszeit hier kennt. Da er seine langwierige Verletzung nun endgültig auskuriert hat, will er es nochmal versuchen und wird für den EHC in der Landesliga auf´s Eis gehen.

Wir haben kurz mit ihm gesprochen. 

Du warst ja lange inaktiv und greifst jetzt nochmal an. Wie kam der Kontakt zum EHC zustande? 

David Holt: „Ich hatte regelmäßigen Kontakt zu einigen Leuten aus der Mannschaft und im Verein und habe häufig die Spiele im Stadion verfolgt. Dann wurde ich im Frühjahr angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, es noch einmal zu versuchen. Nach einigen Überlegungen und aufgrund der Tatsache, dass ich nun schon seit längerer Zeit schmerzfrei bin, habe ich eingewilligt.“ 

Wo würdest Du Deine Stärken und Schwächen einordnen? 

David Holt: „Ich habe meinen Stürmerinstinkt, versuche, immer auf´s Tor zu gehen. Wenn alles klappt werde ich auch läuferisch und technisch meinen alten Stil wiederfinden, dann werde ich auch mit Toren und Punkten der Mannschaft weiterhelfen können. Meine Schwäche ist natürlich, dass ich 10 Jahre lang nicht auf dem Eis gestanden habe und sich das deutsche Eishockey sehr verändert hat. Da muss ich mich erst zurecht finden. Aber durch viel Eiszeit in der Vorbereitung und hartes Training möchte ich das System, das der Trainer spielen lässt, verinnerlichen und umsetzen. Zuletzt hatte ich in Kanada Eishockey gespielt, dort ist es viel technischer geprägt, schneller und auch körperbetonter. Aber ich versuche, bei jedem Training 100 Prozent zu geben um das Team voranzubringen.“ 

Mit welcher Erwartungshaltung und welchen Zielen gehst Du die Sache jetzt an?

David Holt: „Ich werde zwar nicht mehr auf dem Level spielen können, auf dem ich mal war oder wo ich einmal hin wollte. Aber ich möchte durch hartes Training und möglichst viel Eiszeit wieder in Form kommen. Meine Eishockeyausbildung die ich genossen habe, wird dabei sicherlich hilfreich sein, ebenso kann ich meine Erfahrungen an junge Spieler weitergeben.

Für die Mannschaft wünsche ich mir, dass wir stets als Team auftreten, auf dem Eis hart arbeiten und ein gutes Training machen. Die aktuelle Situation ist allgemein durch das Corona – Virus schwer einzuschätzen, jede Mannschaft wird damit zu kämpfen haben. Aber wenn wir uns gut vorbereiten und uns in der Liga gut zurecht finden, würde ich mir in jedem Fall wünschen, dass wir die Aufstiegsrunde erreichen. Ich halte das für möglich. Unsere Truppe hat viel Erfahrung, und auch die jungen Spieler haben Potential. Jetzt ist das Wichtigste, dass wir eine kompakte Mannschaft werden und alle zusammen auf unser Ziel hinarbeiten.“ 

Dankeschön für das Interview und herzlich Willkommen beim EHC! 

David Holt kann sowohl Rechtsaußen als auch im Angriffszentrum spielen und wird mit der Rückennummer 91 auflaufen.

 

 

-sr-

 

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