Am Samstag konnten unsere Bayreuther Jungs ein hochspannendes Derby sprichwörtlich in letzter Sekunde herumreißen und in der Verlängerung für sich entscheiden. Der verdiente Auswärtssieg tags darauf in Vilshofen sorgte dann für ein nahezu perfektes Wochenende, an dem nicht nur die Tabellenführung erobert wurde, sondern auch der Klassenerhalt schon fast klar gemacht werden konnte.

EHC Bayreuth – VER Selb 1b   4:3 n.V.

 

EHC Bayreuth "die Tigers"

 

VER Selb 1b

Aufstellung:   Dünkel, Zimmermann. –  Schmidt Simon, Müller F., Pajk, Maier, Pleger V., Zizka, Zimmer – Geigenmüller, Schwarz, Natzi, Hagen, Schmidt Stephan, Trolda, Runge, Zeilmann, Jalalian, Pleger N.;

 

Uhrin, Baetge – April, Kala, Roos, Hechtfischer – Warkus, Winkler, Bauer, Grimmer, Pfänder, Heinritz, Wich, Worotnikow, Tausend;

Tore:


1:1 (14.) Pajk (Geigenmüller)

2:3 (47.) Pleger N. (Zimmer, Zizka)
3:3 (60.) Zeilmann (Trolda, Zimmer)
4:3 (61.) Pajk

 

0:1 (07.) Tausend (Pfänder) 

1:2 (15.) Worotnikow (April)
1:3 (25.) Kala (Roos)

Strafen:

4 Minuten 

 

10 Minuten

Zuschauer: 

710

 

 

Beim Derby am Samstag erwischten die Selber den besseren Start. Trotz der Tatsache, dass sie auf einige Spieler verzichten mussten, starteten sie munter in die Partie und gingen in der siebten Spielminute durch Kevin Tausend in Führung. Die Bayreuther brauchten etwas Anlaufzeit, um richtig in die Partie zu kommen, doch ab Mitte des ersten Drittels waren die ersten Tormöglichkeiten zu verzeichnen. Daher ging auch der Ausgleichstreffer, erzielt durch Ondrej Pajk in der 14. Minute, durchaus in Ordnung. Aber die kalte Dusche folgte umgehend, denn nur eine Minute später nutzten die Selber ihr erstes Powerplay zur erneuten Führung, diesmal durch Worotnikow. Mit diesem Spielstand ging es dann in auch in die Pause.

Im zweiten Drittel versuchten die Bayreuther, die Initiative an sich zu reißen, was jedoch nur bedingt gelang. Selb hielt in der kampfbetonten Partie stets dagegen und war immer wieder durch Konterangriffe gefährlich, und so gelang es dem VER in der 25. Minute durch Robert Kala auf 3:1 zu erhöhen. Die Bayreuther mussten sich kurz schüttlen, ehe sie nun endgültig das Heft des Handelns in die Hand nahmen und das Selber Tor zu belagern begannen. Vorläufig ohne Erfolg, scheiterten sie doch ein ums andere Mal an Keeper Radek Uhrin. So blieb es bis zur Pause bei der zwei Tore Führung für die „Wölfe“.

Im Schlussabschnitt ließ der EHC von Beginn an keine Zweifel aufkommen, dass man gewillt war, dem Spiel noch die Wende zu geben. Angepeitscht von den über 700 Zuschauern fuhren die Bayreuther einen Angriff nach dem anderen auf das Selber Tor, und spätestens nach dem 2:3 Anschlusstreffer durch Nikolai Pleger in der 47. Minute war ordentlich Feuer unterm Dach. Beim VER schwanden nun langsam die Kräfte, daher beschränkten sie sich nun gänzlich auf die Verteidigung ihres knappen Vorsprungs. Bayreuths Trainer Vaclav Drobny nahm in der letzten Minute Torhüter Sebastian Dünkel vom Eis, um mit sechs Feldspielern doch noch den Ausgleich zu erzielen. Und als diesen schon fast niemand im Stadion mehr für möglich hielt, erzielte Florian Zeilmann vier Sekunden vor der Schlusssirene das vielumjubelte 3:3 und erzwang damit die Verlängerung.

Die Geschichte der Overtime ist dann schnell erzählt. Nicht einmal eine Minute war gespielt, als erneut Ondrej Pajk nach einem feinen Alleingang das 4:3 erzielte und den EHC zum Derbysieger krönte.

ESC Vilshofen – EHC Bayreuth 2:4

 

ESC Vilshofen

 

EHC Bayreuth "die Tigers"

Aufstellung:   Hieronymus, Huber – Seidl, Hackl, Murr, Baumgartner, Vitovec – Zillinger, Artmann, Doubrawa, Weissinger, Retzinger, Gomow, Toth, Neupert;

 

Müller M., Dünkel –  Müller F., Pajk, Maier, Pleger V., Zizka, Zimmer – Geigenmüller, Schwarz, Natzi, Hagen, Trolda, Runge, Zeilmann, Jalalian, Pleger N.;

Tore:

 

1:2 (21.) Baumgartner (Retzer, Gomow) 

2:3 (40.) Baumgartner (Retzer, Gomow)

 

0:1 (09.) Geigenmüller (Müller, Zeilmann)
0:2 (14.) Trolda (Pleger N., Maier) 

1:3 (37.) Trolda (Zimmer) 

2:4 (57.) Geigenmüller (Runge, Maier)

Strafen:

14 Minuten 

 

20 Minuten

Zuschauer: 

87

 

 

Nur knapp 24 Stunden nach dem Derby stand bereits das nächste Spiel auf dem Programm. Die Partie in Vilshofen wurde allerdings eine halbe Stunde später als geplant angepfiffen, da die Eisfläche unter den hohen Temperaturen am Nachmittag gelitten hatte.

Den Bayreuthern merkte man nicht an, dass ihnen der Kampf vom Vorabend noch in den Knochen steckte. Sie waren im ersten Abschnitt von Beginn an spielbestimmend und gingen nach neun Minuten durch Andreas Geigenmüller in Führung. Stephan Troldas Tor zum 0:2 sorgte für entspannte Gesichter bei den mitgereisten Fans und so lautete auch der Spielstand nach dem ersten Drittel.

Entspannt starteten auch die Bayreuther Jungs ins zweite Drittel und wurden prompt bestraft, als die Hausherren kurz nach Wiederbeginn durch Baumgartner auf 1:2 verkürzten. Nun ging es munter hin und her, es gab Chancen und einige Strafzeiten auf beiden Seiten, wobei der EHC die größeren Spielanteile verzeichnen konnte. So konnte zwar Stephan Trolda in der 37. Minute den alten Vorsprung wieder herstellen, doch noch vor dem Ende des zweiten Abschnitts traf erneut Benoit Baumgartner für Vilshofen und so stand es in der zweiten Pause 2:3, was ein spannendes letztes Drittel versprach.

In diesem versuchten die Vilshofener schnellstmöglich zum Ausgleich zu kommen, ließen jedoch einige gute Chancen liegen und scheiterten mehrmals am glänzend aufgelegten Bayreuther Torwart Max Müller. Besser machte es dann der EHC, der wieder durch Andreas Geigenmüller das vorentscheidende 2:4 erzielen konnte. Die „Wölfe“ starteten daraufhin zwar eine Schlussoffensive, die aber ohne den gewünschten Erfolg blieb, so dass die Bayreuther kurz darauf mit ihren Fans den Auswärtssieg feiern konnten.

Damit ging ein überaus erfolgreiches Wochenende zu Ende. Der EHC zog sowohl an Vilshofen, Trostberg und auch Selb vorbei und übernahm mit nun 15 Punkten die Tabellenspitze der Abstiegsrunde Gruppe 1. Dadurch konnte erneut ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden und auch im Kampf um die oberfränkische Meisterschaft hat Bayreuth wieder die Nase vorn.

Am kommenden Wochenende findet nur ein Spiel statt. Am Freitag gastiert unser EHC um 20.15 Uhr beim SE Freising.

-sr-

 

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