Der kommende Doppelspieltag am Wochenende hat es in sich. Unsere Bayreuther Jungs müssen zweimal auswärts antreten, beide Male werden Derbys bestritten. Am Freitag tritt der EHC beim VER Selb an, am Sonntag geht es dann zum EV Pegnitz. 

Schon in der Hauptrunde hatten die Bayreuther diese Derbys zu bestreiten. Während die jeweiligen Heimspiele mit 2-0 gegen Selb und 5-4 gegen Pegnitz gewonnen werden konnten, gingen beide Spiele auf fremdem Eis gründlich in die Hose. So setzte es in Selb eine heftige 0-5 Klatsche, in Pegnitz sah es dann mit 3-7 kaum besser aus. 

Das soll nun in der Abstiegsrunde besser werden, denn neben dem Kampf um den Klassenerhalt wird zwischen diesen drei Kontrahenten auch die oberfränkische Meisterschaft entschieden. Hierbei liegen die Bayreuther derzeit vorne. Das direkte Duell mit Pegnitz konnte zuhause mit 4-3 gewonnen werden, und auch die übrigen beiden Spiele gegen Waldkirchen und Freising konnte man für sich entscheiden, was dem EHC eine einigermaßen entspannte Ausgangslage bietet. Mit drei Siegen aus drei Spielen steht Bayreuth auf dem dritten Tabellenplatz. Die 1b des VER Selb liegt momentan nach vier bestrittenen Spielen (zwei Siege, zwei Niederlagen) einen Platz dahinter und kann sich ebenfalls gute Chancen auf den Ligaverbleib ausrechnen, zumal sich die zweite Garnitur der „Wölfe“ bislang auf ihre Heimstärke verlassen konnte.

Etwas anders gestaltet sich die Lage beim EV Pegnitz. Die mit großen Ambitionen in die Saison gestarteten „Ice Dogs“ scheiterten zunächst an ihrem selbstgesteckten Ziel, die Aufstiegsrunde zu erreichen. Als sich zu Beginn des neuen Jahres, bedingt durch Verletzungen und Spielerwechsel, der Kader bedrohlich ausdünnte, wurde man noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv und verpflichtete mit Tomas Pribyl und Jaroslav Sarsok zwei weitere tschechische Kontingentspieler, um zumindest die Abstiegsrunde sorgenfrei zu überstehen. Doch auch dort lief es bislang nicht wie gewünscht. Nach nur einem Sieg aus vier Spielen und derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz liegend, trennten sich die Pegnitzer in dieser Woche von Trainer Josef Hefner. Als neuer Mann an der Bande soll nun Marco Bär dazu beitragen, dass zumindest der Klassenerhalt in der Landesliga realisiert werden kann. 

Vor diesem spannenden Wochenende, an dem der EHC das Ziel hat, seine Ausgangsposition weiter zu verbessern, haben wir mit dem alten Bayreuther Haudegen Tobias Weise gesprochen. 

Frage: Zunächst einmal zum vergangenen Wochenende. Das Auswärtsspiel in Trostberg am letzten Freitag musste abgesagt werden. Wie kam es dazu? 

Tobias Weise: „Wir hatten einfach sehr viele krankheitsbedingte Absagen in der Mannschaft. Die Erkältungswelle ist voll durch die Kabine gegangen. Hinzu kam dann noch, dass Trostberg eine sehr weite Auswärtsfahrt ist und viele Spieler von Berufswegen her die frühe Abfahrtszeit nicht geschafft hätten oder keinen Urlaub bekommen haben. Daher musste das Spiel leider abgesagt werden.“

Frage: Glaubst Du, dass das Spiel wiederholt wird?

Tobias Weise: „Wir hoffen es natürlich. Allerdings wird es sehr schwierig, in dem straffen Terminplan noch einen Nachholtermin zu finden. Daher ist zu befürchten, dass das Spiel gegen uns gewertet wird. Wäre natürlich sehr ärgerlich.“

Frage: Dann habt Ihr am Sonntag, wieder mit einem recht kleinen Kader, das Spiel gegen Freising knapp gewonnen. Wie hast Du das Spiel erlebt?

Tobias Weise: „Wir waren am Sonntag krankheitsbedingt immer noch ein Rumpfkader, auch wenn es da natürlich keine berufsbedingten Ausfälle gab. Uns war auch vorher klar, dass es gegen Freising nicht leicht wird. Die spielen ganz klar gegen den Abstieg und wir tun uns einfach schwer, wenn solche Gegner dann gezielt unser Spiel stören. Wenn wir dann unsere Chancen nicht reinhauen, rächt sich das logischerweise. Das hat man spätestens dann gemerkt, als es hinten raus doch noch ganz schön eng geworden ist. Wir haben dann glücklich gewonnen, denn das hätte auch ins Auge gehen können.“

Frage: Nun stehen am Wochenende zwei Derbys an. Beide auswärts. Die Spiele in der Hauptrunde sind sowohl in Selb als auch in Pegnitz nicht so toll gelaufen. Wie werdet Ihr verhindern, dass es erneut so kommt?

Tobias Weise: „Ich glaube, vielen in der Mannschaft war in der Hauptrunde einfach nicht richtig bewusst, dass es in diesen Derbys schlichtweg anders zur Sache geht und waren daher im Kopf nicht entsprechend eingestellt. Ich glaube, mittlerweile haben wir, gerade in den Heimspielen, gezeigt, dass wir auch Derbys spielen können und uns auch entsprechend darauf einstellen können. Wir müssen einfach auf uns schauen, egal, ob das nun in Selb oder in Pegnitz ist. Das sind beides gute Mannschaften, aber wenn wir unser Spiel machen und als Mannschaft zusammenhalten, dann können uns weder Selb noch Pegnitz gefährlich werden.“ 

Frage zum Thema Mannschaft: Wie sieht der Kader für das Wochenende aus? Lichtet sich das Lazarett? 

Tobias Weise: „Ich hoffe, dass alle bis zum Wochenende genesen und wieder fit sind und wir dann als Mannschaft gut auftreten können.“ 

Frage: Habt Ihr Euch für die Derbys jetzt etwas besonderes vorgenommen? 

Tobias Weise: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, egal ob es gegen Selb, Pegnitz, Trostberg oder welchen Gegner auch immer geht. Wir müssen immer 100 Prozent abrufen, wir müssen auf uns schauen, müssen unser Spiel machen. Wenn uns das gelingt, habe ich keinerlei Bedenken, dass wir das nicht schaffen könnten.“ 

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg am Wochenende! 

  • Bully am Freitag in Selb ist um 20.00 Uhr. 
  • Das Spiel in Pegnitz am Sonntag beginnt um 17.30 Uhr. 

Der EHC freut sich auf Eure Unterstützung bei den beiden Derbys auf fremdem Eis!

 

-sr-

 

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