Eine denkwürdige Karriere geht zu Ende

Wie wir bereits vermeldet haben, hat unser Verteidiger Sebastian Mayer mit Ablauf der zurückliegenden Saison seine aktive Laufbahn beendet. 

In seiner langen, abwechslungsreichen Spielerkarriere, die er mit Ausnahme der Saison 06/07 gänzlich im Dress der Bayreuther Mannschaften verbrachte, erlebte er sämtliche Höhen und Tiefen, die das Bayreuther Eishockey in der jüngeren Vergangenheit zu bieten hatte. 

Erste Erfahrungen sammelte der nun mittlerweile 35jährige bereits in der Spielzeit 2002/2003, in der er noch als U20 Spieler mit dem ESV Bayreuth erstmals Oberligaluft schnuppern konnte. Im Laufe der nächsten Jahre wurde er zunächst zum Stammspieler, dann zu einer festen Größe in der Bayreuther Hintermannschaft. Bis die Insolvenz und das damit verbundene Ende des ESV diesen Karriereabschnitt des jungen Verteidigers jäh beendete. 

Daraufhin verschlug es ihn für eine Saison nach Pegnitz, wo er für den EVP in der Bayernliga spielte. Dort hielt es ihn aber nicht lange. Bereits in der darauffolgenden Spielzeit kehrte er zurück in seine Heimatstadt zum zwischenzeitlich gegründeten und von der Bezirksliga in die Landesliga aufgestiegenen EHC Bayreuth. Es folgten tolle Jahre für den jungen Verein und seinem immer noch jungen, doch bereits mit einiger Erfahrung ausgestatteten Verteidiger. Wie der EHC wuchs auch Sebastian Mayer stets weiter mit seinen Aufgaben. 2009 erfolgte der Aufstieg in die Bayernliga und spätestens der Aufstieg in die Oberliga 2013 läutete die jüngste Hochphase in der Bayreuther Eishockeygeschichte ein, von der unsere Nr. 80 stets ein wichtiger Bestandteil und nicht aus der Mannschaft wegzudenken war. 

Doch auch die Oberliga war nicht die Endstation. Nach drei Spielzeiten konnte erneut ein Aufstieg gefeiert werden. Der EHC schaffte es nach einer packenden und sensationellen Aufstiegsrunde, sich für die DEL2 zu qualifizieren, was einen weiteren Höhepunkt in der Laufbahn von Mayer darstellte. 

In der zweithöchsten deutschen Spielklasse blieb er eine tragende Figur der Mannschaft, die am Ende souverän den Klassenerhalt und sogar den Einzug in die Playoffs schaffte. Nach der Ausgliederung der Bayreuth Tigers spielte er noch eine weitere Saison für die GmbH in der DEL2, ehe er sich wieder dem EHC anschloss, um dort das Amt des hauptamtlichen Nachwuchstrainers zu bekleiden und gleichzeitig für die erste Mannschaft des Stammvereins in der Bezirksliga zu spielen. Auch hier ließen die Erfolge nicht lange auf sich warten. 2019 stieg er mit dem EHC in die Landesliga auf und feierte dort in seiner letzten Saison den nie gefährdeten Klassenerhalt. 

Damit endete in diesem Frühjahr seine beispielhafte Spielerkarriere, in der er insgesamt über 600 Spiele im Herrenbereich absolvierte, die große Mehrheit davon natürlich in Bayreuth. 

Mayer erklärte in einem Interview im März, dass er sich nun vermehrt um seine Familie und seine Trainertätigkeit beim EHC und beim BEV kümmern werde.

Auch wenn er uns künftig weiter erhalten bleiben wird, ist es an dieser Stelle Zeit für ein herzliches „Dankeschön“! Danke für die Treue und die Leistungen, von der Bezirksliga bis in die DEL2. 

Der Name Sebastian Mayer hat schon jetzt seinen Platz in der Historie des Bayreuther Eishockeys inne. Er wird immer mit den Erfolgen und dem Aufschwung des EHC verbunden bleiben. Daher ist es nur logisch, dass sein Trikot künftig unter dem Dach des Eisstadions hängen und seine Rückennummer, die 80, beim EHC nicht mehr vergeben wird. 

Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg in seiner Funktion als Nachwuchscoach, und hoffen, dass er noch lange ein Teil der EHC - Familie sein wird.

 

 

 

 

-sr-

 

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