EHC gegen Trostberg und in Pegnitz unter Zugzwang

Nach dem Null-Punkte-Wochenende mit den Spielen gegen Selb und Moosburg wollen es die Bayreuther Jungs an diesem Wochenende besser machen. Gegen den noch sieglosen TSV Trostberg muss gewonnen werden, und auch im Derby am Sonntag in Pegnitz soll möglichst etwas zählbares herausspringen, um den Anschluss an die obere Hälfte der Tabelle nicht zu verlieren. 

Zunächst geht es am Samstagabend im Heimspiel gegen Trostberg. Die Chiefs zählen zu den Urgesteinen der Landesliga und spielen bereits seit vielen Jahren in dieser Spielklasse. In der laufenden Spielzeit aber haben die Oberbayern ihre bisherigen Spiele verloren und stehen am Tabellenende. Im Kader des TSV hat sich einiges im Vergleich zum Vorjahr verändert, sechs Abgängen stehen acht Neuzugänge gegenüber, unter anderem Marek Indra, der auf der Kontiposition Wayne Grapentine ersetzen soll. 

Am Sonntag geht es dann nach Pegnitz zum Derby. Der EVP stieg in der letzten Saison aus der Bayernliga ab und belegt derzeit den 6. Platz in der Tabelle. Nach dem Abstieg hat sich auch in Pegnitz einiges in der Mannschaft getan. Zehn Akteure verließen die Ice Dogs, acht Spieler kamen neu hinzu, darunter der Deutsch-Tscheche Patrik Dzemla von den Harzer Falken aus der Oberliga Nord und der Tscheche Michal Plichta aus Ratingen. Die beiden Topscorer, Alexandrs Kercs und Michal Navarra, blieben dem EVP aber erhalten. Besondere Brisanz erhält das Duell, da viele Spieler aus der Bayreuther Mannschaft während ihrer Laufbahn für mehr oder weniger lange Zeit in Pegnitz auf´s Eis gegangen sind. Einer von ihnen ist Sergej Hausauer, mit dem wir vor dem Wochenende kurz sprechen konnten. 

Frage: Auch wenn es vielleicht unangenehm ist, müssen wir kurz über das Derby in Selb am vergangenen Freitag zu sprechen. Was ist da schiefgelaufen? 

Sergej Hausauer: „Wir wussten um die Bedeutung dieses Spiels, sowohl für uns als Mannschaft als auch für die Fans. Wir waren richtig eingestellt und auch richtig heiß auf das Spiel. Dann passiert es aber an manchen Tagen, dass beim Gegner einfach alles funktioniert und bei dir selbst klappt gar nichts. Dann fallen in Unterzahl Tore, die so auch nicht jeden Tag reingehen müssen, dann läufst du dem Rückstand hinterher, musst agieren und bekommst noch ein oder zwei Kontertore. Am Ende sieht das Ergebnis von 0:5 natürlich sehr heftig aus.“ 

Frage: Was wird sich zu diesem Wochenende bei Euch ändern, dass so etwas nicht noch einmal passiert? 

Sergej Hausauer: „Grundsätzlich werden wir ein paar Umstellungen in der Mannschaft haben. Florian Zeilmann ist jetzt wieder fit, so dass wir auch die Reihen etwas anders aufstellen können. Mir müssen natürlich schauen, wie das dann in den Spielen funktioniert. Wir wissen, dass das Zusammenspiel zuletzt nicht so gut geklappt hat, hoffen aber jetzt, dass es besser und harmonischer läuft, und dass sich das dann auch entsprechend im Spielverlauf bemerkbar macht. Außerdem gilt es, jetzt nochmal eine Schippe draufzulegen, um jede Scheibe zu kämpfen, das Spiel auch mal härter anzugehen, zu versuchen, jeden Zweikampf zu gewinnen. Wir müssen über den Kampf in unser Spiel kommen und auch unseren Rhythmus nach den beiden Niederlagen wiederfinden. Wenn wir es dann noch schaffen, weitgehend von der Strafbank weg zu bleiben, dann sollte das jetzt ein ganz anderes Wochenende werden.“ 

Frage: Stichwort nächstes Wochenende. Zunächst steht das Heimspiel gegen Trostberg an. Wie schätzt du diesen Gegner ein? 

Sergej Hausauer: „Aus früheren Zeiten weiß ich, dass Trostberg immer ein unangenehmer Gegner war. Aber ich denke, dass wir zuhause das Spiel machen, dominant auftreten und letztlich das Spiel auch gewinnen sollten.“ 

Frage: Nun zum Derby am Sonntag in Pegnitz. Du hast ja selbst einige Zeit dort gespielt. Wie ist jetzt das Verhältnis zu ehemaligen Mitspielern, gibt’s da noch Kontakt? 

Sergej Hausauer: „Zu den Pegnitzern selbst habe ich wenig Kontakte, da von meinen ehemaligen Mitspielern kaum noch jemand dort spielt. Daher fehlt mir mittlerweile auch der Bezug dazu.“ 

Frage: Wo siehst Du die Stärken des EVP und wie geht Ihr in dieses Derby hinein? 

Sergej Hausauer: „Pegnitz hat unbestreitbar eine gewisse Qualität, die in erster Linie von einigen Einzelspielern ausgeht. Vor allem in der Offensive sind die sehr stark. Man kennt die Leistungsträger in der Mannschaft, vor allem in der Offensive sind die sehr stark besetzt. Pegnitz spielt zuhause, das heißt für uns, erstmal kompakt stehen und versuchen, sie in den Griff zu bekommen, um dann vorne unsere Chancen zu suchen. Ich gehe von einem sehr engen Spiel aus, von einem kämpferischen und emotionalen Spiel, was natürlich auch von den Tribünen aus kommen wird, die Stimmung wird da sein, es ist absolute Derbyzeit und ich will, dass wir am Ende als Derbysieger vom Eis gehen!“ 

Vielen Dank Sergej, wir drücken Euch die Daumen für die beiden Spiele! 

Bully im Heimspiel ist wie immer am Samstag um 17.30 Uhr, Spielbeginn in Pegnitz ist am Sonntag ebenfalls um 17.30 Uhr. 

Der EHC freut sich wie immer auf eure Unterstützung zuhause wie auswärts!

 

-sr-

© 2017 EHC Bayreuth, "die Tigers" e.V.
Free Joomla! templates by Engine Templates